Wie der syrische Präsident, Baschar al-Assad, am Donnerstag in einem BBC-Interview mittelte, hat der blutige Überfall der Israelis auf das türkische Leitschiff der Gaza-Friedensflottille „alle Chancen für Frieden in der nächsten Zukunft vernichtet“. Mit der israelischen Regierung sei ein Frieden kaum denkbar.
Wie Assad äußerte, hat er in dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu auch vor dem Angriff auf den Schiffskonvoi keinen Partner gesehen.
„Nein, wir haben bestimmt keinen Partner und wir wissen das“, sagte Assad. Dabei fügte er hinzu, dass es mit der gegenwärtigen Regierung des zionistischen Regimes noch schlimmer stehe, als mit jeder anderen israelischen Administration.
Der syrische Präsident wies unter anderem die Anschuldigungen Tel Avivs und Washingtons zurück, dass Syrien Waffen an die libanesische Hisbollah liefert. Ihm zufolge ist Syrien bereit, mit den USA zu kooperieren, aber nicht durch die Schwächung der Kontakte mit seinem langjährigen strategischen Partner Iran, was Washington anstrebt.
Das zionistische Regime hatte am 31. Mai einen Schiffskonvoi mit humanitären Gütern für die palästinensische Enklave im Gazastreifen überfallen. Dabei tötete das israelische Militär neun Menschen, darunter acht türkische Bürger. 19 weitere Teilnehmer der Friedensmission für Gaza wurden verletzt.